Das legendäre “Fort Finkenberg”. Die Festung, die schon seit frühster Kindheit Möglichkeit zum Rückzug gibt. Ein Baumstück im Grünen. Kein Strom, kein fließend Wasser. Mitten in der Pampa, der ideale Ort zum Feiern.
Dort Feiern war immer mit einem großem Aufwand verbunden. Bierzelt-Garnituren organisieren, Feuerholz rauskarren, Pavillion falls es regnet….. Mittlerweile trägt das “Fort Finkenberg” seinen Namen zu recht. Mein Bauwagen ist nach drei Jahren harter Arbeit und viel Schweiß endlich fertig. Drei Jahre sind unglaublich lange. Durch den Job war ich viel unterwegs und konnte lediglich alle paar Wochen ein paar Stunden an den Wochenenden dort arbeiten. Viel Unterstützung war notwendig, vorallem auch vom handwerklichen know-how her. Vielen Dank an alle Helfer. Es hat sich gelohnt.
Zwei Bauwägen bilden eine L-förmige Wagenburg. Nach Norden und nach Osten dienen sie als Windschutz für die überdachte Veranda. An den beiden freiliegenden Seiten ist jeweils ein Regenrollo angebracht, das bei Bedarf ausgerollt wird. Die gemaueret Feuerstelle wird ringsherum von Natursteinen geziert.
Eigentlich sollte hier die große Abschiedsfete steigen. Für soviele Leute ist das Fort allerdings nicht ausgelegt. Zumal es ja auch keine sanitären Einrichtungen gibt und es einfach keinen Spaß macht am nächsten Morgen alle verstreute Papiertaschentücher einzusammeln.
Aber eine Feier im kleinen Kreis muss einfach sein. Am 27.Juli findet die letzte Feier am Fort vor meiner Abreise statt. Um 18Uhr geht los. Die Männer kümmern sich ums Feuer, die Frauen richten die Bar und die Kinder spielen mit den Hunden. Die Atmosphäre hat etwas von einer typische Filmszene: schwarze Großfamilie veranstaltet Barbeque. Die kids kümmern sich um die Cocktails. Gerade mal acht und zehn Jahre alt mixen sie einen unglaublich guten Caipiriniah (ohne, dass sie ihn jemals probiert hätten).
Diese Vorabschiedsfete war genial. Es hat mich sehr gefreut, mit Euch nocheinmal zu feiern. Die Fort-Finkenberg-Ur-Besetzung hat einfach nocheinmal gemeinsam raus müssen. Hendrik und Markus sind extra aus Nürnberg angreist um das Fort kennenzulernen und mit uns zu feiern.
Schlafen im Freien muss natürlich sein. Ein Teil hat sich ins Auto oder in den Bauwagen zurückgezogen. Manu, Jens und ich schlafen wie immer unter freiem Sternenhimmel. Ich kann mir keinen schöneren Schlafplatz vorstellen. Das wärmendene Feuer und die Sterne über mir. Da kann auch das Wasserbett daheim nicht mithalten. Aber auch in Sachen Outdoor ändert sich die Zeit. Früher sind wir morgens mit der Sense raus, haben uns Gras zusammengehäuft, das wurde bis zum Abend getrocknet und hat uns dann als weiche Schlafstätte gedient. Ein altes Bärenfell hat als Decke wunderbare Dienste geleistet. Mittlerweile haben wir alle ganz tolle Schlafsäcke. Ab 30 gibt es dann auch ein Feldbett dazu. So schlafen wir dann im Freien in unseren Multifunktionsschlafsäcken, ich auf meinem mühsam zusammengesuchtem Heu im Gräbele von Manu und Jens, die schützend links und rechts ihre Feldbetten aufgebaut haben.
Schön, dass es Euch gibt!!!
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