…bis ich das Land für eine sehr lange Zeit verlasse. Mein Magen fährt schon seit Stunden Karussell, die letzte Nacht hätte länger sein können, die Zeit rennt unerbittlich vor sich hin…. man ich sollte fit sein und Gas geben und trödele stattdessen vor mich hin, als hätt ich alle Zeit der Welt. Nach monatelanger Vorbereitungszeit sollte man meinen es kann sofort losgehen…aber so ein paar Dinge warten immer bis zum Schluss. Gleich gehts nochmal zum Doc, es fehlen noch zwei Impfungen und die Malariaprophylaxe. Mein niegelnagelneuer teurer Luxusschlafsack hat beim ersten Testschlaf am Fort in der Nacht unter Funkenflug gelitten. Musste daher nochmal zur Reperatur eingesandt werden. Aber ich habe Glück, er ist rechtzeitig fertig geworden, d.h. den kann ich jetzt auch gleich abholen. Ein paar Rechnungen sollten auch noch gezahlt werden, nicht dass der Gerichtsvollzieher während meiner Abwesenheit mein wenig verbleibendes Hab und Gut pfändet……den Rest erspar ich Euch, das steht alles auf der to-do Liste die St. Martina gestern noch für mich erstellt hat. In den letzten Tagen vor der Abreise machen sich ja üblicherweise kleine Nebenwirkungen des Kleinhirns bemerkbar, sprich das Erinnerungszentrum leidet etwas. Während ich das hier schreibe bereitet Helga eine Überraschung für den Flughafen vor. “Gell, Dir ist ja nichts peinlich?” fragt sie gerade. Ok, das scheint witzig zu werden. Ich glaube ich sollte noch auf der Ocarina üben. Aber wie schon gesagt: Es gibt kein besseres Mittel gegen emotionale Ausbrüche als akute Zeitnot und totale Reizüberflutung.
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