Half the fun of the travel is the aesthetic of lostness.
- Ray Bradbury -

Half the fun of the travel is the aesthetic of lostness.
- Ray Bradbury -
What you’ve done becomes the judge of what you’re going to do – especially in other people’s minds. When you’re traveling, you are what you are right there and then. People don’t have your past to hold against you.
No Yesterdays on the road.
- William Least Heat Moon, Blue Highway -
….seit wir uns das letzte Mal gesehen haben….
Von Neu Seeland und Tonga
Ich treffe Dominik, meinen „kleiner Bruder“ in Neuseeland. Mit dem Mietwagen fahren wir von Auckland nach Christchurch auf der Suche nach Abenteuern. Sprudelnde Matschbäder, Maori-Erfahrungen, Wanderungen, 50m tief Abseilen bei Nacht in eine stockdunkle Höhle in der tausende von Glühwürmchen zu sehen waren und ein Tandem-Fallschirm-Sprung… Wir haben zwei Wochen, dann gehts weiter nach Tonga!
Zurück in Hunga auf meiner einsamen Insel. Mein Job: Assistent Mangaer in der Game Fishing Lodge, in der ich letztes Jahr zum wwoofen war (wwoofing: arbeiten für Unterkunft und Verpflegung). Zurück im Paradies. Das Wasser zum Greifen nah, aus meinem Bett kann ich den Ozean sehn. Täglich Yoga, ich gebe Klassen und hab sogar einige taffe Fischermänner, die sich an Yoga probieren wollen. Während die Dinner Gäste auf Ihr Essen warten, schieben wir die Sofas zur Seite und tanzen zu Abba.
Neben den schönen Seiten gibt es auch wieder einiges zu lernen. Die Aufgaben des Assistent Managers lesen sich wunderbar in der Jobbeschreibung. In der Realität werden aus den 8 Stunden selten weniger als 12 oftmals bis zu 15h am Tag. Die Aufgaben erinnern mehr an Putzfrau und Leibeigener. Doch ich liebe meine freie Zeit zu sehr, so verzichte ich aufs Geld und gehe zurück zum wwoofen. Das heisst kein Geld dafür nur 6h tägliche Arbeit für Unterkunft und Verpflegung. Meine Freundin, die Managerin liebt es zu sehr über meine freie Zeit zu bestimmen und würde dies vorzugsweise auch gerne mit meine Gedanken tun, so dass ich die nächsten Tage nicht unbedingt als sehr entspannend beschreiben würde. Ich beende meine angefangenen Projekte und erhalte kurz darauf meinen „Weckruf“. Ich wache auf und weiß ich muss packen und weiterziehen.
Per Anhalter geht es mit dem Segelboot auf in die nächsten Abenteuer. Interesante Begegnungen, Menschen und Erlebnisse formen meinen Weg. Ein Zufall nach dem anderen offenbahrt sich und führt ins nächste Level.
Ich vergrabe meinen ersten Schatz auf einer einsamen unbewohnten Insel inmitten des Süd Pazifik. Aus Treibholz zimmere ich eine Piratenschatzkiste, bemale diese und fülle sie mit kostbaren Schätzen. Mit Schaufel und Stirnleuchte bewaffnet, klettere ich über rasierklingen scharfen Limestone, schlage mich durch Dschungel Gestrüpp und finde den perfekten Platz für meine Schatztruhe. In 5, 10 oder vielleicht auch 30 Jahren werde ich zurückkehren und die Zeugen aus vergangen Tagen ausbuddeln.
Und jetzt? Warte ich auf ein Segelschiff das mich mitnimmt zu einem ‘Paradies of love an joy. Destination Unknown“
…seit wir uns das letzte Mal gesehen haben….
Von Tonga und Australien
Nach meinem Überraschungsbesuch in der Heimat letzten Jahres, gings im Oktober 2008 in die Südsee,in das Königreich Tonga…
Ich erreiche Hunga, eine traumhafte einsame Insel im Königreich Tonga nach 8 abenteurreichen Tagen. Fünf Wochen Cast Away fern ab von Telefon oder Internet. Tropische Früchte direkt vom Baum und täglich frisch gefangenen Ozeanfisch.
Im Dezember ziehe ich weiter nach Australien. Sieben Monate auf dem roten Kontinenten. Überschwemmungen, Buschfeuer, Tankerunglück…der kleine Kontinent rechts unten auf der Weltkarte ist so enorm gross und ich bin immer sicher und weit enfernt von sämtlichen Katastrophen. 47 Grad Celsius Aussentemperatur sind jedoch genug für mich. Australien hält jede Menge Abenteuer bereit…Hubschrauberflug über die Whitsundays Island, Segeln, meine ersten 4 Solo-Fallschirm Sprünge. Verschiedene Jobs wie Apfel-Pflückerrin, Babysitter, Travelagent im Reisebüro, Reiki-Anwendungen, Organisation von Tantra Gruppen… Ich wohne bei Freunden, in Hostals, couchsurfing und finde schließlich ein Zuhause in einer Studenten WG…die wir nur wenige Wochen später innerhalb von 7h räumen müssen. Illigale Geschäfte und Kultbetrieb wird uns vorgeworfen…Jede Menge Papierkram folgt und ich lerne wie das australische Justizsystem funktioniert. Ich bereite die Unterlagen vor, so dass ich in der die Gerichtsverhandlung drei Monate später von Freunden vertreten werden kann…ich selbst bin bereits im nächsten Land. Wir bekommen Recht zugesprochen in allen Punkten und erhalten Miete und Kaution zurück. Die letzten Wochen in Australien nutze ich intensiv zur persönlichen Weiterentwicklung und lerne viel über Yoga, Mediatation, Kinesiologie und mehr… Im Juni besuche ich einen „Vipassana-Kurs“ Ein 10-Tage Meditations Seminar, wobei bis zum neunten Tag nicht gesprochen werden darf. Eine sehr interessante und intensive Erfahrung. Australien ist nicht mehr die andere Seite der Welt für mich, es ist der Ort an dem wunderbare Freunde leben.
Yieppiehh!!! 777 Days on the Road!!!!! And still nowhere near the end!
29.09.2009
In der Lehre der Nummerologie steht die 7 für „Individualität“
Die 7 – meine Namenszahl, meine Geburtstagszahl….und jetzt 777 Tage on the road und ein ziemlich interessantes Datum.
Tag 777 ist perfekt vom Aufstehen bis zum ins Bett gehen. Spannend, abenteuereich, leidenschaftlich, frei. Love and Freedom.
Einer der atemberaubendsten Momenten ist im Wasser zu sein mit riesigen Humback Walen. Mensch und Wal nur wenige Meter voneinander entfernt. Diese tollen Geschöpfe in ihrem Revier zu erleben zu dürfen ist ein dankbares unvergessliches Erlebniss.
Habe vor kurzem ein interessantes Statement gehört: So ein Reise-Abenteuer-Blog dient dazu um möglichst viel anzugeben….nicht um andere runterzuziehen…im Gegenteil um zu motivieren nach den schönen Seiten im Leben zu greifen. Ja, das Leben ist ein Lolli Pop, ein Wunschkonzert!! Das Leben ist schön !!!
Mark Twain
Was macht mehr Sinn? Erst den tollen Job und dann eine Wohnung in der Nähe? Oder erst die Wohnung? Kris und Stefan nehmen mich erneut bei sich auf bis ich Beides gefunden habe. Die nächsten Tage verbringe ich mit Research, besichtige mehrere Zimmer in Wohngemeinschaften aber das Richtige ist nicht dabei. Ich durchstöbere das Internet nach Jobangeboten, klappere verschiedene Jobagenturen ab und verteile meinen Lebenslauf in verschiedenen Cafes und sogar bei Subways. Momentan würde ich jeden Job annehmen. Ein Lichtblick gibt es. In einem Outdoor-Laden suchen sie eine Verkäuferin. Das wäre der ideale Job. Verkaufen kann ich, hab jede Menge Reiseerfahrung, weiss auf was man achten muss und hätte jede Menge Spass das neuste Outdoor-Equipment zu testen. Obwohl sie ausdrücklich nach einem australischen Staatsbürger suchen, versuche ich dennoch mein Glück…
Caroline, bei der ich in Tonga gewwooft habe, empfiehlt mir wieder mit wwoofen anzufangen, bis ich was Richtiges habe. Das ist ja nicht das was ich ursprünglich wollte, Australien war dafür gedacht die Ersparnisse aufzubessern. Aber vielleicht ist das gar keine dumme Idee. Besser als abzuwarten. Am selben Abend lerne ich eine junge Australierin kennen. Sie erzählt von einem Yoga Center in Brisbane, das mit Wwoofern zusammenarbeitet. Da will ich hin. Das hört sich spannend an. 4h Arbeit am Tag, täglich Yoga und den Nachmittag zur freien Verfügung.
Noch vor Morgengrauen verabschiede ich mich von Ändria , Ihrer Tante und Hannah am Flughafen. Das Mietauto behalte ich noch ein paar Tage, das brauche ich zur Job- und Wohnungssuche. Jetzt geht das „Einleben“ und das „Aufbauen“ los. Australien ist als Reisestopp angedacht. Ein lukrativer Job der meine etwas ausgedünnten Ersparnisse wieder auffüllt, eine Wohnung um eine Weile ein geordnetes Leben zu führen, Freunde empfangen zu können ein soziales Netzwerk aufbauen, das ist der Plan für Australien.
Motiviert setze ich mich mit meinem Laptop in einen Mc Donald’s, die sponsorn freies Internet. An der Kaffeebar spricht mich ein junger Mann an, halb Australier halb Italiener, ob er sich zu mir setzen dürfe. Klar, wenn es Dich nicht stört, dass ich mich auf meine Jobsuche konzentriere. Angelo kommt ziemlich schnell zu seinem Hauptanliegen. Eigentlich wollte er gar keinen Kaffee, er sah mich und hatte das Gefühl ich könne ihm helfen. Er wüsste, dass er mir nicht weiterhelfen könne, ich strahle soviel Selbstbewusstsein aus und wirke nicht als ob ich Hilfe nötig hätte. Aber ich könne ihm helfen sein Leben komplett umzukrempeln. Ich könne bei ihm einziehen, auf der Stelle, seine Freundin sein und sein Leben von Grund auf umkrempeln.
Bemerkenswert, was das Universum mir hier zurückspiegelt. Ich bin mitten in meiner eigenen Suche vertieft und würde mir wünschen es kommt jemand der sich um mich kümmert, mir den tollen Job und die traumhafte Wohnung und den fantastischen Freundeskreis auf dem Silbertablett serviert…stattdessen erhalte ich das Angebot, mich voll für einen Wildfremden aufzuopfern, meine eigenen Angelegenheiten hinten anzustellen….das ist so deutlich, dass selbst ich die Message verstehe.
Lasst mich etwas weiter ausholen um Euch wieder etwas näher in Richtung aktuellen Stand zu bringen…
…nach meiner Fruit Picking Erfahrung im Januar habe ich Ändria und Hannah, mein süßes Patenkind in Adelaide getroffen. Bei 47Grad, haben wir es trotz Pool nicht lange ausgehalten- das war als ob Dir jemand einen Fön direkt ins Gesicht hält. Geflüchtet sind wir in den Süden nach Tasmanien. Diese Idee hatten auch andere und so gab es nur noch wahnsinnig überteuerte Camper Vans. Da Ändria und ich bekanntlich ziemliche Geizknochen sind, kam Hannah in den Genuss ihrer ersten Campingerfahrungen…







Vielen Dank für all die herzlichen Glückwünsche und gute Gedanken zu meinem 28. Geburtstag.

Ich hatte einen wunderschönen Tag mit lieben Menschen und guten Freunden um mich herum.
Einige Tage vorher waren die Aussichten nicht ganz so klar…nachdem wir aus unserem Haus geflogen sind, genau 3 Tage nachdem ich in meinem letzten Bericht so von meinem neuen zu Hause geschwärmt habe, alles vorbei. Rauswurf und Vorwurf von Betreiben eines illegales Businesses, Kultbetrieb, etc… Ich hatte nach all den chaotischen Verstrickungen der letzten Monate ein schönes Heim ,liebe Freunde und einen neuen Mittelpunkt gefunden. War so happy meinen Geburtstag in meinem zu Hause feiern zu können, mal wieder Gastgeber sein zu dürfen… und schon zerplatzt die Seifenblase…
…und doch hatte ich eine Party. Im Freien wie ich es eh am Liebsten mag. Das Wetter hat trotz Regen Vorhersage super gehalten und wir hatten alle einen richtig schönen Abend!









